LKW-Maut Spanien: Peajes und mautfreie Strecken

Spanien ist für LKW-Transporte besonders attraktiv: Ein großer Teil des Autobahnnetzes ist mautfrei. Mautpflichtig sind nur bestimmte Konzessionsautobahnen (Peaje-Autobahnen), vor allem im Norden und Nordwesten des Landes. Wer die richtige Route wählt, kann in Spanien oft ohne Mautkosten fahren – oder zahlt auf wenigen Abschnitten einen klar kalkulierbaren Betrag.

Wo wird in Spanien Maut erhoben?

Mautpflichtig sind ausschließlich Konzessionsautobahnen (Autopistas de peaje), private Betreiberstrecken. Die wichtigsten Regionen:

  • Galicien und Nordwesten: AP-9 (Ferrol–Vigo), AP-53, AP-71
  • Katalonien und Osten: Ausgewählte Abschnitte der AP-7 und AP-2 im Raum Barcelona und Tarragona
  • Levante: Einzelne Streckenabschnitte

Viele früher mautpflichtige Autobahnen wurden zwischen 2018 und 2021 nach Auslaufen der Konzessionen mautfrei – darunter große Teile der AP-7 an der Mittelmeerküste und der AP-1 zwischen Burgos und dem Baskenland.

Wie wird die Maut berechnet?

Der Preis richtet sich nach der Fahrzeugklasse (LKW zahlen deutlich mehr als PKW) und der gefahrenen Strecke. Die Erhebung erfolgt an klassischen Mautstellen, häufig mit elektronischen Spuren:

  • Via-T: Das elektronische Mautsystem für LKW und PKW – ein Transponder öffnet die Mautspuren automatisch
  • Kreditkarte oder Bargeld an manuellen Spuren

Ein vollbeladener LKW zahlt auf spanischen Peaje-Autobahnen in der Regel etwa das Dreifache des PKW-Satzes – auf den betroffenen Strecken aber nur für wenige Dutzend Kilometer.

Mautfreie Alternative: die Autovías

Das eigentliche Rückgrat des spanischen Fernstraßennetzes sind die mautfreien Autovías (A-Straßen). Sie sind technisch vergleichbar mit Autobahnen, werden aber vom Staat finanziert. Für die Routenplanung gilt: Mit einer guten Navigation durch die Autovías ist ein Großteil Spaniens ohne jede Maut befahrbar.


→ Aktuelle Mautsätze & Mautrechner für Spanien