LKW-Maut Dänemark: Das Vejafgifter-System
Dänemark hat mit den Vejafgifter ein streckenbezogenes Mautsystem für LKW eingeführt. Das System erfasst Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen automatisch per GNSS – ohne Mautstellen, ohne Anhalten.
Das Mautsystem: Vejafgifter
Die dänische LKW-Maut wird auf dem gesamten staatlichen Straßennetz erhoben und funktioniert als Free-Flow-System: Ein registriertes GNSS-Gerät (OBU) oder ein Dienstanbieter übermittelt die gefahrenen Kilometer automatisch. Die Abrechnung erfolgt in dänischen Kronen (DKK).
Welche Fahrzeuge sind mautpflichtig?
Alle Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen. Die Tarife unterscheiden vier Gewichtsklassen:
| Klasse | Gesamtgewicht |
|---|---|
| Leicht | 3,5–12 t |
| 12–18 t | 12–18 t |
| 18–32 t | 18–32 t |
| Über 32 t | mehr als 32 t |
Tarifstruktur: CO₂-Klasse und Gewicht
Der Mautsatz hängt von zwei Faktoren ab:
- CO₂-Klasse (1–5): Fahrzeuge mit geringeren Emissionen zahlen deutlich weniger.
- Gewichtsklasse: Schwerere Fahrzeuge zahlen mehr pro Kilometer.
Die Basis-Sätze (DKK/km, ohne Umweltzonen-Zuschlag):
| CO₂-Klasse | 3,5–12 t | 12–18 t | 18–32 t | über 32 t |
|---|---|---|---|---|
| Klasse 1 | 0,46 | 0,86 | 1,00 | 1,10 |
| Klasse 3 | 0,37 | 0,69 | 0,82 | 0,91 |
| Klasse 5 (E-Fahrzeug) | 0,13 | – | – | – |
Umweltzonen-Zuschläge
In größeren Städten (u. a. Kopenhagen, Aarhus, Odense) kommen Umweltzonen-Zuschläge hinzu – je nach CO₂-Klasse zwischen 0,07 und 0,55 DKK/km.
Sonderfälle: Öresund- und Storebælt-Brücke
Die Öresundbrücke (nach Schweden) und die Storebælt-Brücke werden separat bemautet – mit eigenen, deutlich höheren Sätzen pro Überfahrt.